Biennale-Austria 2006: 22 Nationen in Hüttenberg  

 22 Nationen auf der Biennale Austria in Kärnten

 
HR Giger und Florenz-Biennale-Preisträger Herwig Maria Stark unter den Teilnehmern.
 
"Grünes Licht" für die 2. Internationale Biennale für Bildende Kunst in Österreich, die vom 2. bis 10. September in der Kärntner Gemeinde Hüttenberg stattfindet. "67 KünstlerInnen aus 22 Nationen nehmen an diesem Großereignis der Moderne im Alpen-Adria-Raum teil", freut sich Biennale-Präsident Prof. Harry Jeschofnig. Darunter sind die heimischen Künstler Cornelius Kolig, Hans Staudacher und Hermann
Nitsch, der Teile seiner Kreuzweg-Stationen präsentiert.
 
Ein Glücksgriff ist Jeschofnig mit HR Giger gelungen, der mit seinen Retrospektiven in Paris, Prag und
Wien gefeiert wurde und wird. Mit dabei auch der Florenz-Biennale-Preisträger Herwig Maria Stark sowie
der Pekinger Kurator Xia Xiaowan mit seinen dreidimensionalen Glasbildern und der New Yorker Notismus-Künstler Ron Burkhardt mit den Kühlschrank-Kreationen. Für Aufsehen dürfte wieder der rumänische Realist Virgilius Moldovan mit einem Picasso-Akt sorgen.
 
Jeschofnig mußte die Teilnehmerzahl aus räumlichen Gründen begrenzen. "Über 200 Künstler hatten sich angemeldet", gab Jeschofnig als Veranstaltungsinitiator bekannt. Er rechnet jedenfalls ab 2. September mit einem Besucheransturm auf die idyllische Heft, dem vom Stararchitekt Günther Domenig gestalteten Zentrum.
 
So gesehen, entwickelt sich die Region immer mehr zu einem kulturellen und geistigen Mittelpunkt Europas. "Hüttenberg macht nicht nur mit seinen zehn Museumsstandorten, der UNI-Zweigstelle und dem Tibet-Zentrum Furore, sondern auch als Biennale Fixeinrichtung", ist ein kämpferischer und kreativer Jeschofnig überzeugt. Die Rechnung scheint jedenfalls trotz ursprünglicher Widerstände der Wiener Ministerialbürokratie aufzugehen.
 

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